F 6: Klandestine oder offene Struktur?

Würde sich für die Her­aus­ge­berIn­nen- (‚dualistische‘)-Struktur entsch­ieden, so wäre eh klar, daß die Her­aus­ge­berIn­nen offen mit Namen auftreten.

Würde sich dage­gen für eine per­son­elle Struk­tur ohne Her­aus­ge­berIn­nen entsch­ieden, so müßte gek­lärt wer­den,

  • ob wiederum – wie in der Anfangszeit von linksun­ten – zu offe­nen Tre­f­fen eingela­den wer­den soll (mit allen Imp­lika­tio­nen, die das hin­sichtlich Infil­tra­tion und Obser­vation hätte)?
  • Und falls ja, wäre es dann nicht kon­se­quent, ein ord­nungs­gemäßes Impres­sum zu ver­wen­den? (Bei der Her­aus­ge­berIn­nen-Lösung wäre das eh nur kon­se­quent.)
  • Oder soll die Struk­tur dies­mal von Anfang an klan­des­tin organ­isiert wer­den – und zwar so robust, daß sie gute Chance hätte, auch ein Ver­bot als „Ersatzorganisati­on“ zu über­ste­hen und danach in der Lage wäre, das Medi­um anschließend wei­terhin her­auszugeben? – Wäre es über­haupt eine real­is­tis­che Möglichkeit, ein Me­dium, das vom deutschen Staat ern­sthaft (und nicht nur im Rah­men des üblichen Geplänkels) ange­grif­f­en wird, aufrechtzuer­hal­ten?

2 Gedanken zu „F 6: Klandestine oder offene Struktur?“

  1. >Oder soll die Struk­tur dies­mal von Anfang an klan­des­tin organ­isiert wer­den – und zwar so robust, daß sie gute Chance hätte, auch ein Ver­bot als „Ersatzorganisati­on“ zu über­ste­hen und danach in der Lage wäre, das Medi­um anschließend wei­terhin her­auszugeben?

    Ja. Genau das. Die „radikal“ gibt es noch, obwohl sie als Print­medi­um erhe­blich kom­pliziert­er zu organ­isieren ist als ein Onlinemedi­um. Dieser Erfolg spricht für sich.

    >Wäre es über­haupt eine real­is­tis­che Möglichkeit, ein Me­dium, das vom deutschen Staat ern­sthaft (und nicht nur im Rah­men des üblichen Geplänkels) ange­grif­f­en wird, aufrechtzuer­hal­ten?

    Ja, das ist real­is­tisch wenn die tech­nis­chen Möglichkeit­en aus­geschöpft wer­den die das Inter­net (zumin­d­est im Moment noch) bietet.

  2. Ich würde schon allein in Anbe­tra­cht der Bedro­hung durch recht­sex­tremen Ter­ror davon abrat­en offen mit Namen aufzutreten.

    Anson­sten spricht ja nichts dage­gen eine klan­des­tine Struk­tur zu haben, die trotz­dem gut erre­ich­bar ist, für inter­essierte, poten­ziell mitwirk­ende oder auch ein­fach bug reports.

    Was mich bei de.indymedia nervt, dass ich keine funk­tion­ierende Kon­takt-Möglichkeit finde um z.B. zu melden dass ihr Tor Ser­vice wieder abgeschmiert ist. Andere machen das als Beitrag.

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