F 7: Moderationskriterien – unverändert oder modifiziert?

Sollen die alten Mod­er­a­tionskri­te­rien unverän­dert beibehal­ten wer­den oder wä­ren vielle­icht doch ein paar Mod­i­fizierun­gen sin­nvoll?

  • Soll der Auss­chluß von parteiför­mig organ­isierten Linken so – recht strikt –, wie bei linksun­ten bis zum Ver­bot üblich, beibehal­ten wer­den?
  • Und: Ist es wirk­lich poli­tisch sin­nvoll oder zumin­d­est ein Gebot linksradikaler Libe­ralität, auch Kom­mentare und Artikel, die eher Beschimp­fun­gen und andere unreflek­tierte ‚Gefühlsaus­brüche‘ als poli­tis­che Stel­lung­nah­men darstellen, ste­hen zu las­sen?

3 Gedanken zu „F 7: Moderationskriterien – unverändert oder modifiziert?“

  1. Wovon wur­den denn parteiför­mig organ­isierte Linke konkret aus­geschlossen? Mod­erieren zu dür­fen?

    Grund­sätze effek­tiv­er Kom­mu­nika­tion soll­ten durchge­set­zt wer­den, daher ein klares nein zu „Beschimp­fun­gen und andere unre­flek­tierte ‚Gefühlsaus­brüche‘ ste­hen zu lassen“

  2. Zu dem ersten Punkt: Wir hat­ten diese Stelle in den alten linksun­ten-Mod­er­a­tionskri­te­rien im Auge: „Wir ver­steck­en […] Wer­bung für Parteien und hier­ar­chis­che Grup­pen, Wahlwer­bung und […].“
    Dazu haben wir jet­zt dort auf S. 4 f. noch mal etwas geschrieben.

    Bei dem zweit­en Punkt hat­te ich – ich weiß nicht, was Achim dies­bzgl. genau im Kopf hat­te – nicht nur inner-linke Kom­mu­nika­tions- und Diskus­sions­for­men gedacht, son­dern auch an Mei­n­ungsäußerun­gen über poli­tis­che Geg­ner­In­nen.

    In der linksun­ten-Ver­botsver­fü­gung wer­den auch Sätze, wie

    • „Wir wer­den ihn [Henkel] als den dümm­sten Innense­n­a­tor der Geschichte in Erin­nerung behal­ten“
    • Der Berlin­er Innen­staatssekretär Krömer sei „[m]it gerin­gerem Intellekt aus­ges­tat­tet“.

    als Ver­bot­srecht­fer­ti­gung herange­zo­gen.

    Als ich das las, dachte ich ein­er­seits:

    • für wie schwäch­lich muß sich ein Staat hal­ten, daß er es für nötig hält zu ver­suchen, eine Web­seite wegen solch­er Äußerun­gen zu ver­bi­eten.

    Ander­er­seits dachte ich:

    • Da haben es die GenossIn­nen Henkel oder Krömer aber richtig gegeben; falls let­ztere es gele­sen hat­ten, hat­ten sie danach sicher­lich drei Nächte schlecht­en Schlaf; und Dritte wird es sicher­lich davon überzeugt haben, sich eine neg­a­tive Mei­n­ung über Henkel und Krömer zuzule­gen.

    PS.:
    Zu Frage 10 kommt die näch­sten Tage auch nochmal etwas.

    1. „Bei dem zweit­en Punkt hat­te ich – ich weiß nicht, was Achim dies­bzgl. genau im Kopf hat­te – nicht nur inner-linke Kom­mu­nika­tions- und Diskus­sions­for­men gedacht, son­dern auch an Mei­n­ungsäußerun­gen über poli­tis­che Geg­ner­In­nen.“

      genau­so sehe ich es auch. ich per­sön­lich würde sog­ar inner­linke polemiken – ein­schliesslich parteiför­mig organ­isierte linke – befür­worten (natür­lich soll­ten sie sprach­lich im rah­men bleiben). aber wir woll­ten ja keine (redaktions)konzeptionellen vor­gaben machen 😉

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